Dabei machen sich Frauen das (Beziehungs-)Leben oft selbst schwer: "Sie rufen eine Freundin nach der anderen an, um die Verfehlungen ihres Partners zu erörtern. Als ob sie eine unbewusste Lust am Drama hätten", erklärt Autorin Angela von Gatterburg in der aktuellen Ausgabe von FÜR SIE, die am 14. Juni 2005 erscheint. Männer dagegen kämen "schnell zum Punkt, wenn sie sich ärgern. Sie wollen Konflikte lösen, nicht um sie kreisen". Die 47-jährige Journalistin erschüttert mit ihrem Buch "Liebe Drama Wahnsinn" die gängige Meinung, Frauen seien Männern in Gefühlsdingen weit überlegen. Mit Hilfe ihrer Schwester und Co-Autorin, Juliana von Gatterburg, hat die Münchnerin zahlreiche Interviews mit Männern, Frauen, Paaren und Wissenschaftlern geführt.
Erkenntnis: Frauen wollen oft zu viel, und Männer sind besser als ihr Ruf. Denn "Frauen träumen von einem wunderbaren Prinzen - charakterfest, gut situiert, kochtalentiert, Pferd kein Hindernis", so Angela von Gatterburg in FÜR SIE. "Dann treffen sie einen ganz normalen Mann, und wie im Märchen werfen sie den Frosch an die Wand und hoffen auf seine Verwandlung. Das heißt: Sie fangen an, ihn umzuerziehen."
Zwar sei es wichtig, in einer Beziehung zu sagen, was einem nicht passt, und Dinge auszuhandeln. Doch die Grenze sei da, wo einer den anderen bevormundet, weil er sich überlegen fühlt. Von Gatterburg: "Hinter ständiger Kritik verbirgt sich meist eine nagende Unzufriedenheit mit sich selbst, mit dem Leben. Viele Frauen machen den Mann für ihr Lebensglück verantwortlich, statt sich mit den eigenen Unzulänglichkeiten zu befassen."

