Die deutschen Männer brauchen mehr Zeit. Nach
einer Online-Umfrage des Männer-Lifestylemagazins "Men's Health"
leiden 74 Prozent unter
Zeitmangel. 71 Prozent der insgesamt 1235 Umfrage-Teilnehmer haben
deswegen ab und zu (52 Prozent) oder sogar oft (19 Prozent) Probleme
mit dem Einschlafen - sie grübeln im Bett darüber, wie sie alle
anstehenden Aufgaben schaffen sollen. Allgemeine Stressgefühle wegen
des Zeitmangels kennen 67 Prozent. Bei der großen Mehrheit der
Bedrängten dürfte der Job für die Zeitnot verantwortlich sein.
Immerhin arbeiten der Umfrage zufolge 45 Prozent der Männer zum
Teil deutlich mehr als 40 Stunden pro Woche: 33 Prozent gaben an,
zwischen 41 und 50 Stunden wöchentlich mit dem Beruf beschäftigt zu
sein. Weitere 10 Prozent verbringen 51 bis 60 Stunden im Job. Und 2
Prozent schuften sogar mehr als 60 Stunden wöchentlich. Mit der
Regelarbeitzeit von 36 bis 40 Stunden kommen 41 Prozent der Männer
aus. Weniger als 35 Stunden pro Woche arbeiten nur 13 Prozent.
Da ist die Sehnsucht nach mehr Freizeit groß. Im Mittelpunkt der
unbefriedigten männlichen Bedürfnisse steht dabei das Hobby: 74
Prozent wünschen sich mehr Zeit dafür. Auf Rang zwei folgen, da bei
dieser Frage Mehrfachnennungen möglich waren, die Freunde: 64 Prozent
der Männer sehnen sich nach mehr Zeit zur Pflege ihrer
Freundschaften. Die Familie steht mit 39 Prozent erst auf Platz drei
der Zeit-Bedürfnisliste.
Um die eigene Zeit sinnvoller zu nutzen, rät der Heidelberger
Professor Lothar Seiwert, Gründer des Seiwert-Institut
Time-Management und Life-Leadership," neue Tätigkeiten erst dann zu
beginnen, wenn alte abgeschlossen sind." Wichtig sei es nur maximal
die Hälfte der verfügbaren Zeit zu verplanen. "So ist es möglich die
Balance zwischen Arbeit, Körper, Beziehung und Lebenssinn zu
halten," sagt der Experte.
